Projekt Köf II - Neues Fahrwerk (Teil 1)

Ein lang gehegter Wunsch nimmt nun endlich wieder Formen an. Schon vor längerer Zeit habe ich mit diesem Vorhaben begonnen aber leider kam der "Unfall" mit dem Rohbau dazwischen...:-( Nun bin ich also wieder dran: Die Arnold Köf II hat es mir angetan. Es müsste doch möglich sein, einen Antrieb so einzubauen, dass

  • das Führerhaus freien Durchblick hat
  • der Boden des Führerhauses durchgängig auf die richtige Höhe abgesenkt ist
  • ein Glockenankermotor drinsteckt
  • ein Digitaldecoder die Kontrolle hat

In einem zweiten Schritt soll auch noch das Gehäuse angepasst werden:

  • Die Motorhaube soll schmaler werden
  • Die Proportionen des vorderen Aufbaus sollen korrigiert werden
  • Die seltsame Motornaben-Vergrösserung am Heck soll verschwinden

Eine Verfeinerung mit den Mitteln von Schiffer-Design und eine allgemeine Anpassung nach fiNescale-Normen ist ohnehin notwendig. Dazu war zunächst die Auslegung des Fahrwerks inkl. Antrieb notwendig. Die Berechnungen sind nun abgeschlossen und die Materialien gekauft. Nun geht es an die herausfordernde Ausführung...



Letzter Update: 30.07.2005 (
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Das Original - daran wird sich der Umbau orientieren. Man sieht deutlich die veränderen Proportionen des gesamten vorderen Aufbaus ggü. dem Arnold Modell (click!). Da auch das Führerhaus tabu für Motoren und andere Technik ist, bleibt nur der (auch noch verkleinerte!) Motor-Raum für die neue Motorisierung. Mehr als 6mm stehen demnach für den neuen Motor nicht zur Verfügung... und das Getriebe soll auch noch rein - das wird kuschelig...:-)


Die nachfolgenden Bilder SKIZZIEREN das gewählte Getriebe. Es ist mit M0.2 Zahnrädern berechnet und - wie man sieht - verfolgt es einen etwas eigenwilligen Stil, den man von der Industrie i.d.R. so nicht angeboten bekommt... Stirnzahnräder werden über den Motor angetrieben und die erste Untersetzung findet auf diese Weise statt (im Bild links oben).



Von vorne betrachtet sieht man gut wie die Stirnzahnräder geplant sind. Ein 12er Ritzel treibt ein 19er an, auf dessen Achse wiederum ein 12er ein weiteres 19er antreibt. Wir schaffen hiemit zweimal eine Untersetzung von 12/19, also gesamt etwa 2.5:1. (das runde dunkelgelbe stellt übrigens den Motor von vorne dar - 6mm!)

Das von vorne betrachtete untere 19er Ritzel treibt eine Welle mit einer Schnecke an, die wiederum ein 12er Rad bewegt (im oberen Bild die roten und hier durch die Schnecke verdeckt). Zwei weitere Untersetzungen mit je 12/19 Verhältnissen passen noch neben die Welle und damit erreiche ich auch die Antriebsachsen vorne und hinten.
Insgesamt liegt die Untersetzung im gezeigten Beispiel bei etwa 75:1, was Motor-Drehzahlen von mehr als 20000 UPM erlaubt, um noch vorbildgerecht zu fahren - und die kleinen Motoren drehen hoch... Wichtig: Durch Einstellungen am Strom werden noch Vereinfachungen möglich.

Der Motor, MKD-06-10 von Mikromodellbau.de. Das Motörchen will vorsichtig "bestromt" werden. Meine ersten Erfahrungen haben den ersten gleich zerstört aber die Fehlerquellen waren schnell gefunden. Der Motor funktioniert einwandfrei, wenn folgendes bedacht wird:
- CV5 - effektiver Ausgangsstrom<= 6V (beim TRAN Decoder ca. 50); unbedingt messen!
- DCC Strom (vom Booster) auf 15V begrenzen (sonst CV5 kleiner!). ACHTUNG: Manche Hersteller nehmen das nicht so genau, siehe auch Infos bei Kuehn.
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